Achtung Abmahnfalle

 

'Achtung (Abmahn-)Falle' - Unter dieser Headline erhalten unsere Mitglieder regelmäßig Informationen zu aktuellen Gerichtsurteilen und Gesetzesänderungen, deren Unkenntnis zu einer Abmahnung führen kann. Regelmäßig treten neue Verordnungen in Kraft, die Sie als Händler beachten müssen, es gibt neue Informationspflichten gegenüber Endverbrauchern oder Gerichte erklären durchaus gängige Werbeformulierungen für unzulässig. Das kann teuer werden, denn Unwissenheit schützt nicht vor Strafe – oder im Falle von Wettbewerbsverstößen – nicht vor einer kostenpflichtigen Abmahnung. Hier finden Sie einen Auszug dieser Meldungen, unseren Mitgliedern stellen wir weitere Informationen, Mustertexte und Gutachten zu aktuellen Rechtsfragen zur Verfügung.

Meiden auch Sie aktuelle rechtliche Stolpersteine und sparen Sie so Zeit, Geld und Nerven! Im Folgenden sehen Sie einen Auszug aus unseren geldwerten Tipps für Mitglieder:

26. Oktober 2023

Entwarnung für ‚Black Friday‘

Auch im Jahr 2023 steht am 24. November der 'Black Friday' bei vielen Händlern rot markiert im Terminkalender. Allerdings bestand in den letzten Jahren bei der Gestaltung von Werbung ein hohes Abmahnrisiko, da es für die Bezeichnung in nahezu allen markenrechtlichen Schutzklassen für Waren und Dienstleistungen einen Markenschutz gab.
25. August 2023

Grundpreis bei Nahrungsergänzungsmittel-Kapseln

Nahrungsergänzungsmittel sind wortwörtlich in aller Munde und ein guter Umsatzbringer. Gleichzeitig lauern beim Verkauf auch ungeahnte Abmahnfallen: So soll auch beim Verkauf in Kapselform die Angabe eines Grundpreises zusätzlich zum Packungspreis dem Endverbraucher bei unterschiedlichen Bezugsgrößen den Preisvergleich für eine Mengeneinheit erleichtern. Doch welcher Grundpreis ist der richtige? Kann auch ein Stückpreis angegeben werden?
22. August 2023

Unklare Trennung von NEFZ und WLTP-Werten

Bekanntlich gilt seit 2018 für die Messung von Abgaswerten das WLTP-Verfahren, die dazugehörige Verordnung wurde jedoch bisher noch nicht in deutsches Recht umgesetzt. Dies führt dazu, dass aktuell für Verbraucherinformationen die NEFZ-Werte verwendet werden müssen. Die Angabe der WLTP-Werte ist optional möglich. Dies kann in der Werbepraxis zu rechtlichen Problemen führen: So bewertete das LG München I (Urteil vom 7. Februar 2023, Az.: 1 HK O 4969/22, nicht rechtskräftig) die Werbung eines Automobilherstellers als problematisch, weil die Verbrauchs- und Emissionswerte in räumlicher Nähe zu dem Zusatz „WLTP“ erfolgten.
21. August 2023

Hörtest als Gewinn

Während die Teilnahme an einem Gewinnspiel als 'Dankeschön' für einen unverbindlichen Hörtest im Normalfall zulässig ist, kann umgekehrt die Auslobung eines Hörtests als Gewinn zu einer Abmahnung führen. Das Landgericht Bochum wertete die Werbung als Verstoß gegen das Verbot von Zuwendungen nach § 7 HWG (Urteil vom 26.07.2022, Az.: I-12 O 17/22).
1. August 2023

Werbung mit Garantien

„Müssen bei der Werbung mit einer Herstellergarantie in einem Onlineverkaufsangebot die vollständigen Garantiebedingungen angegeben werden?“ Nach jahrelanger, u.a. durch verschiedene Abmahnwellen ausgelöste Rechtsunsicherheit hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine erfreuliche Klarstellung zu dieser Frage vorgenommen.
13. Juni 2023

Labyrinth Energiekennzeichnung

Grafischer Pfeil? Nur Effizienzklasse und Spektrum? Das vollständige Label? Und was ist mit dem Datenblatt? – Auch mehr als zwei Jahre nach der Einführung der neuen Energiekennzeichnungsvorschriften am 1.3.2021 gibt es bei der Werbegestaltung für Haushaltselektro- und TV-Geräte wie auch Leuchten und Lampen viele Fragezeichen.
21. Februar 2023

Brillenversicherung als unzulässige Zugabe

Die Werbung mit einer Versicherung ist ein wichtiges Verkaufsargument, wenn es um die Investition in ein empfindliches Gut wie eine Brille geht. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Wortwahl, sondern auch die konkrete Darstellung.
20. Februar 2023

Verbrauchsgrenze für TVs ab 1.3.2023

„Stimmt es, dass ich ab dem 1.3. TV-Geräte mit zu hohem Stromverbrauch nicht mehr verkaufen darf?“, fragt sich und uns ein besorgtes WiW-Mitglied. Die gute Nachricht vorweg: „Nein!“. Allerdings gibt es durchaus relevante Veränderungen: Bereits zum 1. März 2021 wurden durch die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2021 höhere Anforderungen an elektronische Displays gestellt, die seit diesem Zeitpunkt durch Hersteller und Importeure zu beachten sind.
20. Januar 2023

Ablauf Übergangsfristen bei Lichtquellen

Seit dem 1. September 2021 gelten für Leuchtmittel und Leuchten strengere technische Energieeffizienz-Vorschriften und neue Energielabel. Für den erforderlichen Austausch der Etiketten in den Verkaufsstellen und auf den dort ausgestellten Verpackungen besteht eine Übergangsfrist, die am 28. Februar 2023 endet. Spätestens am 1. März 2023 müssen die folgenden Punkte im stationären Handel umgesetzt sein:
28. Dezember 2022

Kosmetik mit verbotenen Inhaltsstoffen

Als Anbieter von Kosmetikprodukten ist Ihnen die 'Kosmetik-Verordnung' (Verordnung (EU) 1223/2009) bestens bekannt. Allerdings sind mit Wirkung zum 1. März 2022 insgesamt 23 weitere Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten verboten worden.